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30. Festival Internazionale dell Aquilone
24.4. bis 2.5.2010 • Cervia, Riviera dei Pini

Bereits zum 30. Mal hatten Claudio und Catherina Capelli Drachenflieger aus der ganzen Welt eingeladen, 10 wunderschöne Tage in Cervia zu verbringen. Diesem Ruf folgten viele – auch wir. So fuhren wir zum 7. bzw. 4. Mal nach Italien. Für Lena war es der erste Aufenthalt in Italien überhaupt.
Obwohl die ersten beiden Tage leider total verregnet waren, hatten wir eine wunderschöne Zeit in Cervia auch wenn wir durch die Feldaufteilung mal wieder weit weg von den anderen Drachenfliegern standen, was den Kontakt am Tag recht schwierig machte.
Einen kompletten Bericht über 10 Tage zu schreiben ist jedoch nicht so einfach, deswegen beschränken wir uns hier auf ein paar für uns wichtige Details.

Am Samstag bauten Robert, Gerhard und Florian im Festzelt eine KAP-Ausstellung auf, welche mit vielen wunderschönen KAP-Bildern bestückt vor und nach den Mahlzeiten viele Drachenflieger und Besucher anlockten und ins Staunen versetzten. Eine Aktion, die hoffentlich nächstes Jahr wiederholt wird.

Von Sonntag an hatten wir super Wetter und konnten jeden Tag die Sonne, den Wind, das Wetter und die tolle Stimmung am Strand genießen. Dazu hat auch wieder unsere kleine Cerviafamilie beigetragen. Ein ganz herzliches Dankeschön geht an Jürgen und Gaby, Gerrie und Annie sowie Johan und Maria und nicht zu vergessen Marcus, der später anreiste, die uns ein Gefühl wie zu Hause vermittelt haben. Mit Euch machen wir auch gerne im nächsten Jahr wieder jeden Tag eine Lunchpause.

Am Montag war es endlich soweit: Florians lange im Vorfeld angekündigter und viele Arbeitsstunden verschlingender Cerviadrachen sollte endlich fliegen. Mit einer 4-Punktwaage in Deutschland getestet wollte er aber in Cervia nicht so recht an einem Fleck am Himmel stehen bleiben. Gemeinsam mit Jürgen wurde fast 3 Stunden getüftelt. Aus 4 wurde eine 6-Punkt-Waage, dann kamen die Schwänze an andere Positionen, ganz ab oder wieder dran und immer flog das Teil zu einer Seite. Doch endlich kam die Lösung: eine Einpunktwaage musste her und von da an stand der Lohrbeerkranz wie eine eins am Himmel. Gut, etwas flach, aber das macht ja nichts. Das war ein tolles Gefühl, den ersten komplett selbstentworfenen Drachen fliegen zu sehen. Dieser Tag wurde dann noch von einem erfolgreichen KAP-Ausflug, inkl Lohrbeerkranz von oben.

KAP stand übrigens in diesem Jahr unter einem sehr guten Stern.
An keinem Tag musste ein KAP-Ausflug mangels Wind oder Technikproblemen abgeblasen werden. Immer war der passende Drachen zum Wind gefunden und die Technik arbeitete hervorragend. Dazu kam ein relativ gut wirkendes Zielwasser, welches ein paar sehr schöne Aufnahmen mit sich brachte.
Für andere war es nicht so erfolgreich. Bei Marcus tat sich vom ersten Moment an am Rig gar nichts, also gar keine Fotos.
Alfons hatte erst Probleme mit der Technik und als sie endlich funktionierte ist sie ihm vom Himmel gefallen. Totalverlust des Rigs und Drachens – nur die Kamera hat überlebt.
Das Lebenslicht des komplett verloren geglaubten Drachen wurde kurzzeitig wieder etwas heller, als Florian am Tag des Absturzes abends seine KAP-Bilder sichtete und den Rokkaku tatsächlich in der Nähe des Banjo 28 auf den Pinien liegen sah. Doch ein Rettungsversuch von Gerhard, Florian und Alfons blieb erfolglos – der Drachen wurde abgeschrieben.
Zum Glück für Alfons war der letzte Sonntag aber wieder verregnet und Gerhard nahm sich viele Stunden Zeit den Rokkaku zu retten. Dies gelang mit Hilfe von vielen Campern und so hat Alfons zumindest seinen Drachen wieder.

Schön war auch die Aktion, ein Gruppenbild unserer diesjährigen KAP-T-Shirts zu machen, welche Florian und Gerhard kreiert und gefertigt hatten. Auch wenn es ein wenig Kritik wegen der Farbe hagelte, mit den T-Shirts fällt man als KAPer wenigstens sofort auf.

Lena hat die gesamte Zeit in Cervia bestens überstanden. Nachdem sie einen Tag brauchte, sich an die vielen fremden Menschen zu gewöhnen, hatte sie die ganzen Tage über am Strand viel Spaß und genoss die Sonne und die vielen Drachen am Himmel.
So widmeten wir auch unsere Aktion bei der Notte dei Miracoli unserer kleinen Maus. Mit „Lenas Projekt“ hatten wir mal etwas anderes vorbereitet, was ohne ihre Hilfe gar nicht möglich gewesen wäre. Knapp 80 Babynahrungsgläschen waren gespült und ohne Etikett in Windlichter umfunktioniert worden und bekamen durch orangene Zierstäbe von Annie und Gerrie erst eine richtig tolle Wirkung. Zum krönenden Abschluss haben wir die Stäbe auch noch geschenkt bekommen – somit können wir Lenas Projekt noch munter erweitern.

Nicht zu vergessen ist der Einsatz von Annika, den sie jeden Tag ohne Murren gezeigt hat. Denn auch wenn wir beide eingeladen waren, verbrachte sie sämtliche Abende mit Lena im Hotelzimmer und Florian konnte die Abende mit den anderen Drachenfliegern auf diversen Partys und gemütlichen Gesprächsabenden verbringen. Das war einsame Spitze und ist durch nichts wieder gut zu machen!

 

Vielleicht hat man es gemerkt, Cervia war auch im 30. Jubiläumsjahr mal wieder sehr vielseitig und hat auf voller Länge begeistert. Wir würden uns sehr freuen auch im 31. Jahr wieder an die Adria kommen zu dürfen. Denn dieses Festival gehört einfach in unseren Drachenkalender!
Vielen Dank Claudio und Catherina!